Konfektionieren einfach erklärt: So verpacken Sie Ihre Waren verkaufsfertig
Dienstagmorgen im Lager: 5.000 Einheiten Bio-Müsli sind fertig gemischt, liegen aber noch in riesigen Säcken bereit. Damit das Produkt im Supermarktregal überzeugt, müssen Sie es richtig abwiegen, in Doypacks abfüllen, versiegeln und sicher in Umkartons oder Displaykartons verpacken. Genau an diesem Punkt entscheidet die Konfektionierung darüber, ob aus Ihrer losen Ware ein marktfähiger Bestseller wird oder ein logistisches Problem entsteht. in diesem Blogbeitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie diesen Prozess vom ersten Beutel bis zum versandfertigen Karton effizient lösen. Außerdem bekommen Sie eine praktische Checkliste zum eigenständigen Konfektionieren.
Vielleicht haben Sie den Begriff schon gehört: Konfektionierung. Das klingt im ersten Moment nach leckeren Süßigkeiten, ist aber ein simpler Verpackungsprozess. Wenn wir im Verpackungshandel über das Konfektionieren sprechen, meinen wir den entscheidenden Prozess, der Ihre Ware fertig verpackt und ready für den Kunden macht. Es geht darum, aus einem losen Produkt eine attraktive und versandfertige Verpackungseinheit zu gestalten. In diesem Beitrag klären wir die wichtige Frage: Konfektionieren – was ist das eigentlich, wie läuft es genau ab und geben Tipps zum smarten Konfektionieren.
Konfektionierung: Was ist das eigentlich?
Kurz gesagt ist Konfektionierung alles, was mit dem fachgerechten Verpacken, Umpacken und Veredeln Ihrer Produkte zu tun hat, nachdem diese produziert wurden. Stellen Sie sich vor, Sie haben tausend Kugelschreiber in einer großen Kiste. In dieser Form können Sie die Ware nicht im Laden verkaufen. Erst wenn Sie die Kugelschreiber beispielsweise in handliche 5er-Packs sortieren, mit einem Etikett bekleben und in eine ansprechende Schachtel stecken, sind sie professionell konfektioniert.
Das Konfektionieren läuft dabei in drei Schritten ab:
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Primärverpackung: hierein wird das lose Produkt gefüllt
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Sekundärverpackung: die verpackten Produkte werden in größere Kartons zusammengepackt
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Verschlusstechnik: die fertig gepackten Kartons werden sicher verklebt und verschlossen
Der feine Unterschied: Kommissionierung & Konfektionierung
Oft verwechseln wir diese beiden Begriffe in der Logistik. Die Kommissionierung ist das reine Zusammensuchen der Artikel. Ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin geht dabei ins Lager und holt genau die Artikel, die auf dem Lieferschein stehen. Sobald die Ware zusammengesucht ist, beginnt die Konfektionierung. Hier bekommt das Produkt seine Verpackung: Sie verpacken es in eine Primärverpackung, fügen mehrere Einheiten in einem Karton zusammen und verschließen diesen.
So läuft der Prozess der Konfektionierung im Detail ab
Damit aus einer losen Ware ein fertiges Paket wird, durchläuft sie meistens vier feste Stationen.
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Alles beginnt mit der Vorbereitung und Sortierung (Kommissionierung). Bevor das eigentliche Verpacken startet, wird die Ware bereitgestellt und geprüft, ob alle Teile unbeschädigt vorhanden sind. Entweder wird die Ware abgewogen oder gezählt, damit gleiche Einheiten entstehen.
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Im zweiten Schritt folgt das eigentliche Verpacken in eine Primärverpackung. Je nach Warenart kommt der Artikel in Tüten, Beutel, Dosen, Gläser, Flaschen, Kartons oder andere Verpackungen. Diesen Prozess nennt man auch Lohnabfüllung, und er kann per Hand oder automatisch mit Maschinen geschehen.
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Danach werden mehrere Primärverpackungen in eine Sekundärverpackung für den Versand und Transport verbracht, zum Beispiel in Kartons oder Displays.
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Als letzten Schritt steht eine Endkontrolle und das Verschließen und die Transportsicherung mit Stretchfolien oder Umreifungsbändern an.
Warum die richtige Konfektionierung Logistik & Marketing vereint
Wer seine Ware schlau konfektioniert, spart am Ende bares Geld und stärkt gleichzeitig seine Marke. Gut verpackte Produkte, bei denen Sie Luftversand (void reduction) vermeiden, nehmen weniger Platz im Lkw ein, kosten damit weniger Transportgebühren und hinterlassen beim Kunden einen guten Eindruck.
Guide: Worauf müssen Sie achten, wenn Sie selbst konfektionieren?
Viele Unternehmen entscheiden sich dafür, die Konfektionierungslogistik inhouse zu betreiben, um die volle Kontrolle über Qualität und Flexibilität zu behalten. Doch was brauchen Sie wirklich, wenn Sie etwa Müsli in Doybags abfüllen und verpacken wollen? Hier sind die entscheidenden Faktoren:
1. Personal & Organisation
Sie benötigen geschulte Mitarbeiter, die präzise arbeiten, besonders wenn Lebensmittel im Spiel sind. Hier ist Hygiene oberstes Gebot. Planen Sie klare Arbeitsanweisungen ein, damit jeder Handgriff sitzt: Wer befüllt, wer wiegt, wer verschließt? Eine gute Personaleinsatzplanung ist das Rückgrat jeder effizienten Konfektionierung.
2. Die richtige Primärverpackung
Wählen Sie anhand Ihres Produkts eine passende Primärverpackung. Sie muss Ihr Produkt schützen, haltbar machen und gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Kunstoff und Glas sind dicht und hygienisch und eignen sich für Lebensmittel, Papier und Karton hingegen für unempfliche Produkte. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber “Verpackungsmaterial: Papier, Glas oder Kunststoff – Welches ist das richtige für Ihr Produkt?”.
3. Präzision durch die richtige Technik
Damit in jedem Beutel exakt 500 Gramm Müsli landen, benötigen Sie geeichte Industriewaagen. Nur so vermeiden Sie kostspielige Überfüllung oder Ärger mit dem Eichamt wegen Unterfüllung. Neben Waagen sind Schweißgeräte für die Doybags unerlässlich, um das Aroma zu sichern. Achten Sie auf ergonomische Packplatzsysteme, an denen Waagen und Beutelspender so positioniert sind, dass Ihre Mitarbeiter ermüdungsfrei arbeiten können. Für große Mengen lohnt sich vielleicht eine Lohnabfüllungsmaschine.
4. Material-Kompatibilität (Der „Passt alles zusammen"-Check)
Nichts bremst die Produktion mehr, als wenn die verpackten Waren nicht ordentlich in die Sekundärverpackungen passen und Sie extra Füllmaterial benutzen müssen. Messen Sie alles genau aus, bevor Sie Primär- und Sekundärverpackungen und Kartons bestellen.
Checkliste: Das brauchen Sie für die eigene Konfektionierung
Wenn Sie mit der Konfektionierung starten wollen, sollte diese Grundausstattung bereitstehen:
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Primärverpackung: Nutzen Sie Artikelverpackung, wie Standbodenbeutel, Gläser, Kartons etc. in der passenden Größe für Ihr Produkt.
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Sekundärverpackung: Passgenaue Umkartons vermeiden unnötiges Füllmaterial und senken Portokosten.
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Verschlusstechnik: Verwenden Sie Schweißgeräte für Beutel und Packbandspender für Kartons.
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Kennzeichnung: Drucker oder Etikettierer sind ideal für Chargennummern und Inhaltsstoffe.
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Sicherung: Stretchfolie eignet sich, um die fertigen Kartons stabil auf einer Palette zu fixieren.
Der KRONOS-Mehrwert: Wir erleichtern das Verpacken
KRONOS Packaging unterstützt Sie bei der Konfektionierung mit einem breiten Sortiment und Dienstleistungen. Wir bieten Ihnen eine große Auswahl an Verpackungsmaterialien, von Aromaschutzbeuteln über Dosen und Gläser bis zu Verpackungsmaschinen an. Wir übernehmen gerne für Sie die Rohstoffbeschaffung, die Lohnabfüllung, das Verpackungsdesign, die Konfektionierung, die Lagerung und den Versand.
Wir verstehen uns nicht nur als einfacher Lieferant für Verpackungsmaterial, sondern als Ihren Partner für den gesamten Verpackungsprozess. Unser besonderer Mehrwert liegt in der ganzheitlichen Beratung und im umfassenden Prozess: Von der Rohstoffstellung über die Abfüllung der Produkte bis zum Fulfillment – bei KRONOS Packaging bekommen Sie alles aus einer Hand.
FAQ: Alles, was Sie über Konfektionierung wissen müssen
Was versteht man unter Konfektionierung?
Unter der Konfektionierung versteht man das gezielte Vorbereiten von Waren für den Handel oder den Endverbraucher. Aus einem Rohprodukt wird durch Verpacken, Etikettieren und Veredeln ein fertiges Verkaufsstück.
Was ist der Unterschied zwischen Kommissionieren und Konfektionierung?
Beim Kommissionieren holen Sie die Artikel laut Liste aus dem Lager zusammen. Beim Konfektionieren verpacken Sie die gesammelte Ware verkaufsfertig für den Kunden.
Was sind Konfektionierungsarbeiten?
Konfektionierungsarbeiten umfassen Schritte wie das Verpacken, das Eintüten, das Einschweißen, das Aufkleben von Etiketten, das Zusammenstellen von Sets oder das Befüllen von Verkaufsdisplays.
Was sind konfektionierte Produkte?
Konfektionierte Produkte sind Artikel, die bereits alle Stationen der Verpackung und Aufbereitung durchlaufen haben. Sie sind fertig verpackt, gelabelt und bereit für den Verkauf oder Versand.
Konfektionierung: Professionalität bis zum letzten Handgriff
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